z wie die vom zoll.
z wie die vom zoll.

Ist ein Zollglossar nicht praktisch? Eben. Wir von der znet group möchten Ihnen auch hier maximalen Service rund ums Fachwissen bieten. Ob nun Zoll mit ATLAS oder Zollabwicklung:

Die wichtigsten Fachbegriffe von A bis Z. Unser znet Zollglossar liefert Ihnen alle wichtigen Zoll-Fachbegriffe für Ihr Tagesgeschäft. Aktuell von der Europäischen Kommission Generaldirektion Steuern und Zollunion.

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

AEO

(Authorized Economic Operator – Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter)
Zertifikat, welches im Zollgebiet ansässigen Wirtschaftsbeteiligten seit 01.01.2008 auf Antrag verliehen werden kann, sofern sie die Voraussetzungen erfüllen (bisherige angemessene Einhaltung der Zollvorschriften, Buchführung, die angemessene Prüfungen erlaubt, Zahlungsfähigkeit sowie ggf. angemessene Sicherheitsstandards) und das zollrechtliche Vereinfachungen bzw. sicherheitsrelevante Erleichterungen ermöglicht.

AES

(Automated Export System) IT-Verfahren zur Abwicklung des Ausfuhrverfahrens.

Agrarzölle

Ein- und Ausfuhrzölle, die im Rahmen der gemeinsamen Landwirtschaftspolitik festgelegt werden.

Aktive Veredelung

Das Verfahren für die Be- oder Verarbeitung von Einfuhrwaren mit dem Ziel der anschließenden Wiederausfuhr. Dabei werden die Einfuhrabgaben entweder nicht erhoben, wobei auch die handelspolitischen Maßnahmen nicht angewendet werden (Nichterhebungsverfahren) oder zunächst gezahlt und bei Ausfuhr erstattet (Rückvergütungsverfahren).

Anmelder

Person, die eine Zollanmeldung im eigenen Namen abgibt oder in deren Namen eine Zollanmeldung abgegeben wird. Im Versandverfahren wird diese Person als „Hauptverplichteter“ bezeichnet.

Antidumpingzölle

Zölle für die Einfuhr von Waren aus bestimmten Ländern (oder Waren bestimmter Hersteller aus diesen Ländern), die zusätzlich zu den normalen oder präferenziellen Zöllen erhoben werden; sie können festgesetzt werden, wenn der Ausfuhrpreis unter dem Normalwert liegt und die Einfuhren eine bedeutende Schädigung der Hersteller gleichartiger Waren in der Gemeinschaft verursachen oder eine solche droht.

ATLAS

(Automatisiertes Tarif- und Lokales Zoll-Abwicklungs-System)
EDV-Verfahren der deutschen Zollverwaltung zur Automatisierung der Zollabwicklung und zur internen Vorgangsbearbeitung.

Ausführer

Person, in deren Namen die Ausfuhranmeldung abgegeben wird und die Eigentümer der Ware ist oder ein vergleichbares Verfügungsrecht über die Ware hat.

Ausfuhrverfahren

Das Zollverfahren für das Verbringen von Waren aus dem Zollgebiet der Gemeinschaft; mit ihm wird die Einhaltung der für die Ausfuhr geltenden Verbote und Beschränkungen und der Vorschriften über Ausfuhrerstattungen sowie die Entlastung von der Mehrwertsteuer und Verbrauchsteuern gewährleistet.

Carnet TIR

Dokument zur Vereinfachung des internationalen Warenverkehrs, das gleichzeitig als Versandanmeldung und Sicherheit in Ländern mit TIR-Übereinkommen.

Einfuhrabgaben

Übergeordneter Begriff für Zölle, die zu entrichten sind, wenn für eingeführte Waren eine Zollschuld entsteht. Der Betrag der Zollschuld ergibt sich aus der VO (EWG) oder aufgrund von autonomen Zollaussetzungen und Zollkontingenten, autonomen oder vertraglichen Präferenzregelungen sowie Antidumping-, Ausgleichs-, Schutz- und Strafzöllen sowie Regelungen im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik.

Elektronischer Datenaustausch (Electronic Data Interchange - EDI)

Die Zollbehörden können zulassen, dass die Zollförmlichkeiten unter den von ihnen festgelegten Voraussetzungen und Einzelheiten im Wege des Austausches von standardisierten EDI-Mitteilungen erledigt werden; dies schließt den Ersatz der handschriftlichen Unterzeichnung durch andere Mittel ebenso ein wie den Verzicht auf die Vorlage von schriftlichen Unterlagen bei der Abgabe der Zollanmeldung.

Ermächtigter Ausführer

Eine Person, die häufig Ausfuhren von präferenzbegünstigten Waren tätigt und jede Gewähr für eine wirksame Kontrolle der Ursprungseigenschaft der Waren bietet und die daher unabhängig vom Wert der betreffenden Waren Ursprungserklärungen auf der Rechnung abgeben darf.

Freizonen, Freilager

Ein Gebiet oder eine Räumlichkeit innerhalb des Zollgebietes, in dem / in der für Nichtgemeinschaftswaren Einfuhrabgaben nicht erhoben werden und handelspolitische Maßnahmen keine Anwendung finden. Für Gemeinschaftswaren können bereits Maßnahmen gewährt werden, die normalerweise die Ausfuhr voraussetzen.

Gemeinsamer Zolltarif

Die Summe aller Gemeinschaftsregelungen, die Ein- und Ausfuhrabgaben bzw. die tarifliche Zollfreiheit für bestimmte Waren festlegen, einschließlich der Agrarzölle, Antidumping- und Präferenzzölle, Zollkontingente und Zollaussetzungen; der Integrierte Tarif der Gemeinschaft (TARIC), enthält diese und weitere Maßnahmen in einer für die elektronische Verarbeitung und Verbreitung geeigneten Form.

Gemeinsames Versandverfahren

Zollverfahren für die Beförderung von Waren zwischen der Gemeinschaft und den EFTA-Ländern sowie zwischen den EFTA-Ländern untereinander.

Gemeinschaftliches Versandverfahren

Zollverfahren, das die Beförderung von Waren von einer Stelle in der Gemeinschaft zu einer anderen ermöglicht.

Hauptverpflichteter

Die Person, welche die Waren in das Versandverfahren überführt, auch wenn die Überführung durch den autorisierten Stellvertreter erfolgt.

Kontrollexemplar T5

Erklärung und Verpflichtung die Waren betreffend, die in das Zollgebiet der Gemeinschaft ein- oder ausgeführt oder innerhalb desselben befördert werden und für die ein Nachweis der Einhaltung einschlägiger gemeinschaftlicher Rechtsvorschriften gemäß ihrer Verwendung und/oder ihrer Bestimmung erforderlich ist.

Kumulierung

Regeln, welche die Einbeziehung von Vorerzeugnissen aus und Be- oder Verarbeitungsvorgängen in bestimmten Partnerländern zum Erwerb oder zur Beibehaltung des präferenziellen Ursprungs der Waren erlauben.

Modernisierter Zollkodex

Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23.04.2008. Diese Verordnung legt allgemeine Vorschriften und Verfahren für Waren fest, die in das Zollgebiet der Gemeinschaft gebracht werden oder dieses verlassen. Der neue Zollkodex soll den Handel erleichtern. Dies wird durch die Vereinfachung und Automatisierung der Zollverfahren sowie durch die Verknüpfung der Informatiksysteme der 27 nationalen Zollverwaltungen erzielt, wobei ein hoher Sicherheitsstandard an den EU-Außengrenzen gewährleistet werden soll. Der neue Zollkodex wird den bisherigen ersetzen.

Passive Veredelung

Das Zollverfahren, das nach der vorübergehenden Ausfuhr von Gemeinschaftswaren und ihrer Veredelung außerhalb des Zollgebiets bei der Überführung der Veredelungserzeugnisse in den freien Verkehr eine teilweise oder vollständige Zollbefreiung vorsieht.

Sensible Waren

So bezeichnet man jene Waren, bei denen die TIR-Bürgschaft durch die bürgenden Verbände in der Gemeinschaft gekündigt wurde.

Sicherheitsleistung

Darunter versteht man die vom Hauptverpflichteten geleistete finanzielle Garantie zur Gewährleistung der Erhebung von Abgaben und anderen Belastungen.

Stellvertretung

Jede Person ist gesetzlich berechtigt, den Zollbehörden einen Stellvertreter für die Vornahme der das Zollrecht betreffenden Verfahrenshandlungen zu benennen.

TARIC

(Tarif Intégré de la Communauté européenne)
Integrierter Tarif der Gemeinschaft, gespeichert und verwaltet in einer Datenbank der Kommission; er enthält auf der Grundlage einer erweiterten Nomenklatur neben den Regelzöllen die in der Gemeinschaft anwendbaren Ein- und Ausfuhrmaßnahmen,
z. B. Zollaussetzungen, Zollkontingente, Zollpräferenzen, Antidumpingzölle, mengenmäßige Beschränkungen, Embargos, Ausfuhrerstattungen.

Überseeische Länder und Gebiete (ÜLG)

Länder und Gebiete, die von einem Mitgliedstaat abhängig sind, aber nicht zum Zollgebiet der Gemeinschaft gehören. Für Waren aus den ÜLG werden bei der Einfuhr in das Zollgebiet der Gemeinschaft Zollpräferenzen gewährt.

Umwandlungsverfahren

Dieses erlaubt die Einfuhr von Waren ohne Erhebung der Einfuhrabgaben und ohne Anwendung handelspolitischer Maßnahmen. Ziel ist, dass diese Waren umgewandelt und anschließend unter Anwendung niedrigerer Einfuhrabgaben als jenen für die Einfuhrwaren geltenden in den freien Verkehr übergeführt werden können.

Ursprung der Waren (Warenursprung)

Im internationalen Handel bezeichnet der Ursprung die „wirtschaftliche“ Nationalität der Waren. Die Bestimmung des Ursprungs der Waren ist notwendig, weil von ihrem Ursprung abhängt, welche Zölle erhoben werden müssen.

Ursprungsnachweis

Nachweis, dass die Waren die festgelegten Ursprungsbedingungen erfüllen.

Verbindliche Ursprungsauskunft (VUA)

Die schriftliche Auskunft der Zollbehörden eines Mitgliedstaates über den präferenziellen oder nichtpräferenziellen Ursprung einer Ware, die ein- oder ausgeführt werden soll. Sie ist für alle Zollbehörden der Gemeinschaft bindend, soweit sie vom Berechtigten vorgelegt wird und Waren betrifft, für welche die Zollförmlichkeiten nach der Auskunftserteilung erfüllt werden.

Verbindliche Zolltarif-auskunft (VZTA)

Die schriftliche Auskunft der Zollbehörden eines Mitgliedstaates über die Einreihung von Waren in die Kombinierte Nomenklatur oder in eine andere auf dieser beruhenden Nomenklatur, z. B. den TARIC oder die Nomenklatur für Ausfuhrerstattungen. Sie ist für alle Zollbehörden der Gemeinschaft bindend, soweit sie vom Berechtigten vorgelegt wird und Waren betrifft, für welche die Zollförmlichkeiten nach der Auskunftserteilung erfüllt werden.

Veredelungserzeugnisse

Diese sind das Ergebnis der aktiven oder passiven Veredelung. Dabei wird das Verfahren für die Hauptveredelungserzeugnisse bewilligt, während Nebenveredelungserzeugnisse notwendigerweise bei der Be- oder Verarbeitung anfallen.

Veredelungsvorgänge

Dieser Begriff umfasst die Bearbeitung von Waren einschließlich ihrer Montage, Zusammensetzung und Anpassung an andere Waren. Ebenso die Verarbeitung von Waren, deren Ausbesserung einschließlich ihrer Instandsetzung und Regulierung. Weiterhin die Verwendung bestimmter Waren, die nicht in die Veredelungserzeugnisse eingehen, sondern ihre Herstellung ermöglichen oder erleichtern, ausgenommen Treibstoffe und Schmiermittel – es sei denn, sie werden für die Erprobung, als Energiequellen oder Werkzeug verwendet. 

Wertzoll

Dies ist die übliche Bezeichnung für einen Zoll, der als Prozentsatz vom Zollwert der Waren festgelegt wird; im Gegensatz dazu wird ein spezifischer Zoll als fester Betrag je Maßeinheit ausgedrückt
(beispielsweise kg, t, hl, vol % und weitere).

Wiederausfuhr

Die zollrechtliche Bestimmung für Nichtgemeinschaftswaren, die aus dem Zollgebiet der Gemeinschaft verbracht werden.

Zollamtliche

Überwachung
Alle Handlungen, die von den Zollbehörden der Mitgliedstaaten vorgenommen werden, um die Beachtung des Zollrechts und der übrigen Regelungen sicherzustellen, die für Waren gelten, die sich unter zollamtlicher Überwachung befinden.

Zollhund Kalli

Höchst agiler znet-Mitarbeiter. Spürt vornehmlich feine EU-Fleischwaren intern auf und lässt Teamkollegen gegen kleine Snacks passieren. Ist übrigens immer freundlich zu allen Kunden. 

Zolllagerverfahren

Das Zollverfahren für
die Lagerung von Nichtgemeinschaftswaren, ohne dass für sie Einfuhr-
abgaben erhoben oder handelspolitische Maßnahmen angewandt wer-
den, und Gemeinschaftswaren, um für sie Maß-
nahmen anwenden zu können, die normalerweise die Ausfuhr der Waren voraussetzen.
Zollrückvergütungs-
verfahren (Drawback)Eine der beiden Varianten der aktiven Veredelung, bei der die Einfuhrabgaben bei der Überführung in den freien Verkehr zunächst gezahlt und anschließend erstattet werden, wenn die Veredelungserzeugnisse oder die unveränderten Waren wieder ausgeführt werden.

Zollschuld

Die Verpflichtung einer Person, die nach dem Zollkodex und dem Zolltarif der EG geschuldeten Ein- oder Ausfuhrabgaben zu entrichten.

Zollverfahren

Der Zollkodex der Gemeinschaft sieht insgesamt 8 Zollverfahren vor: Überführung in den freien Verkehr, Versandverfahren, Zolllagerverfahren, aktive Veredelung, Umwandlungsverfahren, vorübergehende Verwendung, passive Veredelung und Ausfuhrverfahren.

Zugelassener Ausführer

Eine Person, der das Anschreibeverfahren für ihre Ausfuhren bewilligt wurde, d. h. sie überführt die Waren durch Anschreibung in der Buchführung in das      Verfahren und benachrichtigt die Zollbehörden in der in der Bewilligung vorgesehenen Weise von dem Entfernen der Waren aus den Geschäftsräumen.

Zugelassener Empfänger

Person, der die Annahme von Waren im Versandverfahren ohne Gestellung und ohne Vorlage der Versandanmeldung bei der Bestimmungsstelle gestattet ist.

Zugelassener Versender

Person, der die Durchführung von Versandvorgängen ohne Gestellung der Waren und ohne Vorlage der Versandanmeldung bei der Abgangsstelle genehmigt wurde.